Mitglieder vom Bürgerverein erstellten im Jahr 2017 eine Hinweistafel zur Obstbaumwiese.

Dieses Schild wurde in den in der Obstbaumwiese  "Hallwiesen" aufgestellt. Der Begriff Hallwiese ist eine alte Flurbezeichnung für diesen Abschnitt nahe der Hunte.

Der Bürgerverein weist auf die geschichtlichen Ursprünge von Obstbaumwiesen hin und zeigt, welchen Nutzen Obstbaumwiesen auch heute noch haben.

Der Bürgerverein bekam im Jahr 2015 40 Bäume geliefert.
 
Ein Imker stellt die Bäume dem Bürgerverein. Damit diese auch noch gut anwachsen, sollten sie dringend in die Erde.  Deshalb war ein kurzfristiger Arbeitseinsatz notwendig.
 
Einem Aufruf des Bürgervereins folgten 16 Helfer. Besonderem Dank gilt der Gruppe vom Verein 100% Wardenburg.
So, noch die vorhanden Bäume etwas zurechtstuzen.
Fertig. Insgesamt wurden über 40 Bäume gepflanzt. Die Bienen werden sich freuen.
Viele Wildbienen auf der roten Liste
Bürgerverein Wardenburg stellt Insektenhotel auf
 
Am Samstag den 07.04.2012 stellte der Bürgerverein Wardenburg auf der Obstbaumwiese am Tillyhügel in Wardenburg eine Nisthilfe für Insekten auf.
 
    
Der Verein möchte die Bürgerinnen und Bürger für aktiven Umweltschutz begeistern. Neben Pflegemaßnahmen am Tillyhügel und die Obstbaumschnittaktion im Februar haben Mitglieder des Bürgervereins an den letzten Wochenenden geschraubt und gehämmert.
 Nun ist das Insektenhotel fertig und soll vom Aussterben bedrohten Insekten Unterschlupf und Nisthilfe bieten. Durch den Standort an der Obstbaumwiese erhofft sich der Bürgerverein auch reichen Fruchtstand und eine gute Ernte für die Bürgerinnen und Bürger, die das Obst im Herbst gerne ernten dürfen.  
 
        In Deutschland gibt es ungefähr 750 Bienenarten, von denen fast die Hälfte gefährdet oder vom Aussterben bedroht ist“, weiß Ingo Dittmer vom Bürgerverein. „Zu ihnen gehören die allseits bekannten Hummeln, wie Stein- und Sandhummel aber auch die Maskenbienen, Sandbienen, Mauerbienen, Wollbienen, Pelzbienen und viele andere. Die Lebensbedingungen der Wildbienen unterscheiden sich erheblich von denen der bekannten Honigbiene. Sie leben alleine (Solitärbienen) und bauen Brutröhren in morschem Holz, hohlen Pflanzenstengeln, Schilf, Sand, Steinspalten und anderen Materialien. Nach der Eiablage werden die Brutkammern mit Lehm oder Harz verschlossen. Es sind es vor allem die Wildbienen und weniger die Honigbienen, die unsere Obstbäume im zeitigen Frühjahr bestäuben, aber die meisten dieser Arten werden immer seltener und benötigen somit dringend unsere Unterstützung!“

Immer noch gelten Streuobstwiesen als stark gefährdet. Ob ihre Zukunft rosig sein wird, hängt maßgeblich davon ab, ob genug Menschen dazu bereit sind, Zeit und Energie in die Pflege zu investieren. Dazu gehört der fachgerechte Baumschnitt. Der ist notwendig, sonst vergreisen die Bäume früh. Zweimal pro Jahr muss gemäht und das Obst im Herbst geerntet werden. Was früher selbstverständlich war, ist heute zur zeitintensiven und unrentablen Herausforderung geworden. Doch mittlerweile besinnen sich wieder viele Menschen auf den Wert regionaler Erholungsräume. Nur wenn das Wissen um die Bedeutung und Pflege dieser wertvollen Biotope auch den nächsten Generationen erhalten bleibt, hat die Streuobstwiese auch in Zukunft eine reale Chance.

Früher war sie Bestandteil von jedem Dorf oder Gehöft - die Streuobstwiese. Sie sind aber im Zuge der Industrialisierung der Landwirtschaft überwiegend verschwunden.

Streuobstwiesen sind ökologisch wertvolle und landschaftlich reizvolle Bestandteile unserer Kulturlandschaft. Sie zeichnen sich durch einen lockeren Bestand mit hochstämmigen Obstbäumen meist unterschiedlichen Alters aus – in vielen Streuobstwiesen finden sich noch alte, standortangepasste Kultursorten.

Der Sortenreichtum, der Verzicht auf chemische Spritzmittel, der schonende Baumschnitt und sogar die Nutzung als Mähwiese oder Weide charakterisieren sie und machen sie zu einzigartigen Naturparadiesen. Viele Tier- und Pflanzenarten finden hier einen beschützten Lebensraum, der dem Menschen sogar wertvolle und schmackhafte Produkte bescheren kann, z.B. Apfelsäfte, Marmeladen und Imkereiprodukte.

NWZ-Artikel vom 18.11.1996:

 

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